Universitäten Hamburg und Kassel forschen zum Thema Sustainable Finance
Studie: Forschungsprojekt will mehr Klarheit bei nachhaltigen Anlagen schaffen
Die Investmentgesellschaft EB-SIM hat sich auf nachhaltige Geldanlagen spezialisiert. Um mehr Klarheit für die Verbraucher zu schaffen, fördert sie ein Forschungsprojekt der Universitäten Hamburg und Kassel zum Thema Sustainable Finance.
Forschungsprojekt zu Sustainable Finance
Die EB - Sustainable Investment Management GmbH (EB-SIM) ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Evangelischen Bank (EB) und einer der führenden Asset Manager im deutschsprachigen Raum. Die Spezialisten für nachhaltige Geldanlage wollen Investoren mehr Klarheit über die Nachhaltigkeit und Wirkung von Anlageprodukten verschaffen. So fördert die EB-SIM ein Forschungsprojekt der Universitäten in Hamburg und Kassel. Das Projekt trägt den Namen „Sustainable Finance 3.0: The Effectiveness of Impact Investments“ und behandelt vor allem folgende drei Themenbereiche:
- Im Rahmen einer akademischen Studie wurden eine abschließende Definition und Einordnung von Impact Investments entwickelt. Dabei wurde insbesondere der Unterschied zwischen „Impact-Aligned Investments“ und „Impact-Generating Investments“ herausgearbeitet.
- Die Analyse des Wirkungsgrads von Fonds im Vergleich zu ihrer jeweiligen Benchmark.
- Eine Auswertung, ob Social Responsible Investment-Labels einen Rückschluss auf den Wirkungsgrad der jeweiligen Fonds zulassen und ob sich dieser Zusammenhang zwischen den jeweiligen Siegeln unterscheidet.
Härteres Vorgehen gegen Impact Washing
Ein Anliegen des Forschungsprojektes ist es auch, „Impact Washing“, also der irreführenden Beschreibung von eigentlich konventionellen Angeboten als nachhaltige Impact Investments, einen Riegel vorzuschieben. Das Vorhaben soll Anfang 2023 abgeschlossen werden. „Mit der Kooperation schaffen wir einen intensiven Wissensaustausch von Forschung und Praxis, der explizit auch den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern soll”, erklärt Thomas Katzenmayer, Vorstandsvorsitzender der EB.
Aus Sicht der Forschungspartner lässt die im März in Kraft getretene EU-Offenlegungsverordnung zu große Interpretationsspielräume zu: Das habe dazu geführt, dass einige Produkte über Nacht zu nachhaltigen Impact Fonds avancierten, ohne dass sich die Anlagestrategie dem angepasst hätte. Dr. Oliver Pfeil, Chief Investment Officer und Sprecher der Geschäftsführung der EB-SIM, sagt über das Forschungsprojekt: „Die Nachhaltigkeit und Wirkung von Anlageprodukten darf nicht zur Schönfärberei verkommen. Die Anleger haben ein Recht auf klar definierte, transparente und verbindliche Standards. Sie müssen eindeutig erkennen und vergleichen können, welche ökologischen, sozialen und unternehmensethischen Auswirkungen ihre Investitionen haben. Für uns als Anbieter, der sich seit jeher über Nachhaltigkeit definiert, sind die Ziele des Forschungsprojekts von zentraler Bedeutung.“